Entscheidungspraxis

Wie Entscheidungen real gefällt werden. In Fällen komplexer Entscheidungsprozesse sind oft relativ viele „Mitspieler“ in graduell abweichernder Intensität und Wirkung involviert:

Akteure im Prozess einer Standortentscheidung (Schnurrenberger, B.: KMU-Management II, Berlin/Brandenburg/H. 2019, S. 16 nach Schnurrenberger 2000, S. 144)

Sog. „Entscheidungsanomalien“ stellen – verhaltenswissenschaftlich betrachtet – ganz „normal-menschliche“ Phänome dar. In der Literatur wird ihnen jedoch meist pauschal ein negativer Einfluss auf die Rationalität der Akteure zugeschrieben. Dass dies nicht in jeglicher Beziehung so sein muss, zeigt folgende Analyse typischer Phänomene – interpretiert nicht zuletzt unter dem von uns gewählten Paradigma der Willensbildung und Willensdurchsetzung. Es zeigt sich, dass die meisten Phänomene – nicht zuletzt bzgl. ihres Nutzens zur Sicherstellung der Willensdurchsetzungs- und Handlungsfähigkeit – sehr wohl ihren rational begründbaren Nutzen haben:

Rationaler Kern sog. „Entscheidungsanomalien“ oder „Denkfehler“ (Schnurrenberger, B.: KMU-Management I, Berlin/Brandenburg/H. 2019, S. 24)